Nachbildung eines historischen Münzstockes aus dem 12. Jahrhundert

Münzpresse Tisch                   Spindelpresse

 

Gleichzeitig mit der Stadterweiterung unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa wurde etwa ab dem Jahr 1165 auch in Altenburg der Betrieb einer Reichsmünzstätte eingerichtet. Archäologische Funde belegen dies und zeigen unterschiedliche Münzbilder für die folgenden Jahrzehnte. Für den Ausbau Altenburgs zu einem wirtschaftlichen Zentrum war vor allem ein funktionierender Markt von wesentlicher Bedeutung. Der wirtschaftliche Betrieb eines florierenden Handelsplatzes forderte die Einrichtung einer Münze geradezu heraus und garantierte darüber hinaus dem Altenburger Burggrafen eine gute Einnahmequelle. Die Altenburger Hohlpfennige, die man später auch als Brakteate bezeichnete, beherrschten aufgrund ihres ungewöhnlichen hohen Gewichtes von einem Gramm (Silber) bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts den Ostthüringer Raum.

Die Barbarossa-Stiftung will einen Münzstock herstellen, mit dem Altenburger Brakteate aus dem 12. Jahrhundert nachgestaltet werden können. So soll auf die wirtschaftliche Kraft des Altenburger Raumes jener Zeit, auf das Münzwesen, auf metallurgische Aspekte und auf den Übergang von der Natural- zur Geldwirtschaft in Ostthüringen hingewiesen werden.

 

Brakteat